Bergtouren um die Kaltenberghütte

Gestartet sind wir am Samstag, den 26.10.19 um 6:40 Uhr am Parkplatz an der A7 bei Vöhringen. Bereits um 9:30 Uhr wanderten wir bei wunderbarem strahlend blauen Himmel vom Parkplatz des Arlbergpasses über den Paul-Bantlin-Weg zur Kaltenberghütte (2089 m).

Nach einer sonnigen Pause vor der frisch renovierten Winterraum-Hütte brachen wir mit leichtem Gepäck Richtung Maroischarte auf. Unser Essen und unsere Schlafsachen ließen wir in der Hütte zurück. Nun ging es über die Maroiköpfe (2529 m) zur Maroischarte und über den Berggeistweg zurück zur Hütte. Das Nachtlager wurde eingerichtet und nach einem ausgiebigen Sonnenbad mit leckerem Apfelkuchen wurden Richtung Sonnenuntergang Spaghetti al dente gekocht. So hatten wir ein super tolles Abendessen. Der Abend stand unter dem Motto WWW (Wein, Willi, Whisky). Nach gemütlicher Runde in der Stube ging es ins Matratzenlager, wo wir eine lange Nacht (Zeitumstellung)

verbrachten.

Der neue Tag zeigte sich wieder in schönstem Blau. Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir um 7:45 Uhr über den Reutlinger Weg zur Krachel-Spitze (2686 m), die wir zwei Stunden später erreichten. Im Aufstieg ging es über viele kleine, harte Schneefelder. Oben am Gipfel hatten wir einen wunderschönen Blick auf den Kaltenberg und die Kaltenberghütte. Nach kurzem Aufenthalt ging es wieder zurück zur Hütte, wo wir unsere Übernachtungssachen aufnahmen und noch eine Mittagspause einlegten. Vor der endgültigen Heimfahrt erfolgte noch ein Stopp zum Strudelessen.

Bei herrlichstem Wetter war dies eine sehr gelungene Bergtour mit einer super Truppe und einem Spitzen Tourguide.

Bericht: Ralf Endl
Bilder: Lisa Riegel, Michael Huber

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Lindenberg – Scheidegger Wasserfälle

Pünktlich um 9.00 Uhr starteten 11 Senioren von Laupheim nach Lindenberg. Dort gab es eine kurze Verwirrung bis alle den Startplatz am Waldsee gefunden hatten.

Vom Startplatz aus ging es am idyllisch gelegenen Waldsee vorbei durch den Wald und ein ehemaliges Torf-Abbaugebiet nach Allmannsried. Danach verlief der Weg durch offenes Wiesengelände in Richtung Kinberg.
Wegen des herrschenden Nebels war die von dort aus mögliche Sicht auf den Bodensee und in die Allgäuer und Schweizer Berge nicht gegeben. Nach Überquerung der B 308 führte der Weg hinab zu den Scheidegger- Wasserfällen. Da dort zur Zeit Bauarbeiten stattfinden, war eine Besichtigung nicht möglich. Der längere Anstieg hinauf nach Scheidegg war schnell bewältigt, lockte doch die anschließende Mittagsrast in einem Scheidegger Cafe.
Leider wurde Scheidegg seinem Ruf als Deutschlands sonnenreichste Gemeinde nicht gerecht, es herrschte auch hier dichter Nebel.

Von Scheidegg ging es über den Blasenberg durch offenes Wiesengelände, vorbei an einem Golfplatz, zurück zum Parkplatz am Waldsee in Lindenberg.

Bericht: Gerhard Ackermann
Bilder: Thea Fetscher, Alfons Ott

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Wanderung um den Hübschen Stein

Der Hübsche Stein ist ein Grenzstein an dem Punkt wo sich vor fast genau 400 Jahren, 1616, die Grenzen der freien Reichsstadt Ulm, der Grafschaft Helfenstein aus Geislingen und das Herzogtum Württemberg trafen.

Im Lauf der Jahre war er stark verwittert und war recht unansehnliche geworden. Der Blausteiner Feldschütz und die Interessengemeinschaft Merklingen nahmen sich daher seiner an. Herausgekommen ist ein wieder gut lesbarer Stein mit den Herrschaftszeichen Schild, Elefant und den drei württembergischen Hirschstangen. Ein geschotterter Platz und neue Tische und Bänke laden zur Rast ein.

Wir hatten erst an einem nahe gelegenen Parkplatz unsere Wanderung begonnen und standen an diesem Sonntag leider noch im Schatten. Auch weiter oben am Hang kämpfte die Sonne noch mühsam mit den letzten Nebelfetzen. So zogen wir nach kurzer Information an der Schautafel weiter das Tal aufwärts.

Es dauerte dann auch nicht mehr lange, bis die vom Wetterdienst versprochene Sonne uns wärmte und die ersten Jacken im Rucksack verstaut wurden. Abwechselnd gingen wir im lichten Laubwald und auf freien Waldflächen und erfreuten uns an der bunten Herbstfärbung.Natürlich kam auch das Konversationsbedürfnis nicht zu kurz, und wir erreichten nach einer ca. 9 Km-Runde wieder unseren Ausgangspunkt am Parkplatz Hübscher Stein.

In der Gaststätte „Am Berg“ in Temmenhausen wurden wir wieder bestens bewirtet und ich glaube, dass niemand hungrig nach Hause kam.

Bericht: Ingid Scheib
Bilder: Brigitte Müller, Peter Kolb, Manfred Strauß

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Plaisirklettern an der Gehrenspitze

Der Wetterbericht verkündete für unser Tourdatum Regen am Alpenhauptkamm und Regen im Donau- sowie Blautal. Dazwischen im Allgäu, dank Föhn, gutes Wetter. Als stark zusammengeschrumpftes, aber flexibles Zweierteam, planten wir daher in die Tannheimer Berge zur Gehrenspitze oberhalb von Reutte zum Klettern zu gehen.
Bei der Abfahrt in Ulm regnete es tatsächlich, bei der Ankunft in Reutte gab es die versprochene Sonne. Der Plan schien also aufzugehen. Am Fuße der Gehrenspitze, das ganze Klettermaterial und gerade auch die Kletterschuhe angezogen, fing es doch an zu tröpfeln. Der Blick nach Westen zum Allgäuer Hauptkamm und nach Süden sah ganz schön dunkel und trüb aus, der Blick ins Regenradar vom Handy sagte 2 Stunden leichten Regen voraus. Also zurück zu einer nahen, regensicheren Gufel.
Es tröpfelte Gott sei Dank nur leicht und hörte auch bald wieder auf, daher blieb der Fels trocken. So starteten wir dann doch in die Tour, immer mit der Option jederzeit umdrehen zu können. Das Wetter hielt aber und wir cruisten im Genussmodus durch die Route Lechtalblick mit ihren 10 kurzen und perfekt abgesicherten Seillängen.
Beim Abstieg kam die Sonne immer mehr zum Vorschein und so konnten wir wenigstens kurzzeitig die Sonne samt Kaffee und Kuchen auf der Sonnenterasse der Gehrenalpe zum Abschluss genießen.

Text und Fotos: Götz Waidelich

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Bergwanderungen am Achensee

Eine angenehme Bergwoche im „Goldenen Oktober“ erlebten die 12 Senioren/innen der Ortsgruppe Laupheim am Achensee. Bestes Wetter mit Sonnenschein und blauem Himmel, Wanderungen und Gipfeltouren bei besten Bedingungen, schöne Ausblicke auf unzählige Berggipfel, eine familiäre Pension und die hervorragende Gastronomie machten die Tage zum Genuss.

Sonntag, 13.10.2019
Wanderung am Westufer des Achensee

Nach einer problemlosen Anfahrt mit kurzen Stopps in Landsberg und am Sylvensteinstausee erreichten wir schon gegen 10 Uhr Pertisau am Achensee. Nach kurzem Kampf mit den Parkautomaten machten wir uns mit vielen anderen Wanderern auf den Weg zum Seeufer. An der Schiffsanlegestelle begann die Wanderstrecke entlang des Sees in Richtung Gaisalm. Zunächst auf breitem Spazierweg und später auf einen schmalen Pfad folgten wir in ständigem Auf und Ab dem Uferverlauf, wobei sich immer wieder neue Ausblicke ergaben. Pünktlich zur Mittagszeit erreichten wir die Gaisalm – einzige Alm Österreichs mit eigener Schiffsanlegestelle – und legten dort eine längere Pause ein.
Der Weiterweg auf dem Mariensteig wurde deutlich anspruchsvoller und bot auf schmalen Felspfaden einige steile Aufstiege und schmale und ausgesetzte Wegpassagen durch steile Felsplatten. In weitem Bogen wurde dann die Nordspitze umrundet und die Anlegestelle „Scholastika“ erreicht. Hier reichte die Zeit gerade noch für einen Kaffee in der Sonne, dann ging es mit dem Schiff zurück nach Pertisau und weiter nach Maurach in die Pension Rofangarten.

Montag, 14.10.2019
Feilalm – Feilkopf – Gütersberg – Gernalm

Eine kurze Fahrt brachte uns ins Gerntal, eines der Karwendeltäler von Pertisau. An der Pletzachalm starteten wir dann zur Wanderung hinauf zur Feilalm. Je mehr Höhe wir erreichten, desto besser wurde die Sicht auf Pertisau, den Achensee und die dahinter liegenden Gipfel des Rofan. Zudem hatte hier die Herbstfärbung schon voll eingesetzt und zauberte in der Sonne ein Meer verschiedener Gelbtöne zwischen die dunklen Fichten.
Nach kurzer Kaffeepause auf der Terrasse der herrlich gelegenen Feilalm siegen wir weiter aufwärts bis zum Gipfel des Feilkopf (1562 m). Zu Füßen lag uns hier der See und rund um uns standen die Gipfel des Karwendel überragt von Bettlerkarspitze und Schaufelspitze. Nach der Mittagsrast in der Gütenbergalm ging es auf steilen Grashängen hinauf zum Gütenberg (1665 m), dann begann der Abstieg auf dem Eselsteig durch den bunten Herbstwald und durch steile Geröllfelder hinunter zur Gernalm.  Hier genossen wir bei fast sommerlichen Temperaturen Kaffee und Apfelstrudel, bevor wir die letzten Meter zurück zur Pletzachalm zurücklegten.

Dienstag, 15.10.2019
Bärenkopf (1991 m)

Den schönsten Blick auf den Achensee bietet der Bärenkopf, die markanteste Berggestalt zwischen Maurach und Pertisau. Auch wenn die Karwendelbahn in Pertisau einige Höhenmeter einspart, so muss man sich den Gipfelblick doch erst mal verdienen.
Vom Zwölferkopf, der Bergstation der Seilbahn, war es nicht allzu weit hinüber zur Bärenbadalm, wo uns die ersten Hänge schon auf den Charakter des Aufstiegs einstimmten. Auf schmalem, teilweise noch schmierigem Steig kämpfen wir uns durch steile Gras-, Fels- und Latschenhänge nach oben. Je mehr wir uns dem Gipfel näherten, desto kräftiger wurde der Wind, so dass wir am Gipfel bei strahlendem Sonnenschein im Föhnsturm standen. Unter uns lag der Achensee in seiner vollen Ausdehnung, im Osten standen die Gipfel des Rofen, im Westen das Karwendel und im Süden leuchteten die Gletscherfelder der Zillertaler Dreitausender.
Schon bald flüchteten wir vor dem Sturm in tiefere Regionen, fanden schließlich eine windgeschützte Stelle für die Mittagspause und stiegen danach hinunter zur bewirtschafteten Weissenbachalm. Hier gönnten wir und nochmals eine Rast, dann machten wir uns an den endlos langen Marsch durch das Weissenbachtal hinunter nach Maurach.

Mittwoch, 16.10.2019
Plumsjoch (1923 m)

Dass die Gipfel hier „Joch“ heißen, ist für uns etwas gewöhnungsbedürftig, und so ging die heutige Tour eben auf ein Joch. Sie begann im Nebel mit dem langen Marsch und ungezählten Serpentinen auf der ausgewaschenen Schotterstraße von der Gernalm hinauf zum Plumssattel. Hier waren die Gipfel zwar immer noch in den Wolken, aber mit etwas Fantasie konnte man schon einen leicht blauen Schimmer erkennen. Als wir dann nach 2,5 Std das letzte Stück durch Latschenfelder und Schrofen bis zum Gipfel geschafft hatten, bot der schnelle Wechsel von Nebel und Sonne um die Karwendelgipfel ein besonders spannendes Schauspiel mit überraschenden Ausblicken.
Während der Mittagspause unterhalb des Gipfels zeigte sich plötzlich wieder ein wolkenloser Himmel, so dass wir spontan beschlossen, dem Satteljoch (1935 m) noch einen Besuch abzustatten. Hier zeigten sich dann viele der prominenten Gipfel des Karwendel wie z.B. Lamsenspitze, Laliderer, Schaufelspitze usw. mit Neuschnee überzuckert.
Die urige Plumsjochhütte bot nochmals einen Anlass zur Einkehr, dann marschierten wir wieder auf der schon bekannten Schotterstraße zurück ins Tal.

Donnerstag, 17.10.2019
Durch die Wolfsklamm nach St. Georgenberg

Ausgangspunkt für die heutige Wanderung war Stans im Inntal. Hier beginnt die Wolfsklamm, eine Schlucht, die der Stanser Bach in den Dolomitfels des Karwendelgebirges gewaschen hat. Durch die steile Klamm stiegen wir auf hölzernen Treppen und Brücken steil aufwärts, immer begleitet vom Tosen der Wassermassen, die über viele Wasserfälle hinabstürzen.
Nach einer Stunde hatten wir die Schlucht bewältigt und wanderten hinauf zum Kloster St. Georgenberg. Es gilt als das älteste Kloster Tirols. Das Klostergebäude wurde auf einem Felsen errichtet. Von unten sieht es aus, als bräuchte man für das Ausflugsziel Seil und Haken. Es ist bemerkenswert, wie die „Hohe Brücke“ als reine Holzbrücke seit vielen vielen Jahren dem Besucherstrom standhält. Rund 40 Meter tiefer fließt der Georgenbach aus dem Karwendel.
Nach dem Besuch der Klosterkirche und einer Einkehr in der Klosterwirtschaft folgten wir dem Kreuzweg in Richtung Maria Tax und marschierten dann auf endlosen Forstwegen zum Schloss Tratzberg. Nach einem Blick in den Schlosshof ging es dann zurück nach Stans.

Freitag, 18.10.2019
Rofanspitze (2259 m)

Der dritthöchste Gipfel des Rofan war das Ziuel des heutigen Tages. Dazu brachte uns zunächst die Rofanbahn hinauf zur Erfurter Hütte, wo wir von der Terrasse aus zunächst den Blick auf Achensee und Karwendel genießen konnten. Der gut ausgebaute Wanderweg leitete uns durch Almwiesen und Gletscherschliffen vorbei an Gschöllkopf, Haidachstellwand und Rosskopf hinauf zur Grubenscharte über dem Grubersee. Jetzt mussten wir nochmals alle Kräfte mobilisieren, denn des Schlussanstieg verlief beinahe in Falllinie aufwärts zum Kreuz auf dem Felskopf der Rofanspitze.
Von hier aus bot sich ein unglaubliches 360-Grad-Panorama. Unter uns lag das Inntal, darüber Kaisergebirge, Zillertaler Alpen und Karwendel, im Hintergrund die Gipfel von Hochglockner, Tauern und Kitzbüheler Alpen.
Eine laut lärmende Gruppe von Schweizern sorgte dafür, dass die Gipfelrast nicht zu lang ausgedehnt wurde, und so stiegen wir schließlich auf gleichem Weg wieder zurück zur Erfurter Hütte.

Samstag, 19.10.2019
Zöhrerlam

Wie üblich wollten wir die erste morgendliche Rückreisewelle vorbei lassen und unternahmen deshalb vor der Heimreise noch eine Wanderung. Sie führte uns von Achenkirch zunächst auf steilen Wegen hinauf zum Adlerhorst, einer Jausenstation mit schönem Talblick an den Hängen des Rofan. Auf schönem Wanderpfad querten wir durch Herbstwald hinüber zur Zöhreralm, wo wir uns mit Blick auf Achenkirch und Achensee vor dem Talabstieg die vom Hüttenwirt gelobte Kartoffelsuppe gönnten.
Nach einer problemlosen Heimfahrt erreichten wir am Nachmittag wieder Laupheim, glücklich über eine erlebnisreiche, harmonische Wanderwoche.

Bericht + Bilder: Konne

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Ulmer Höhenweg Teil 2

Mit einem kurzen Regenschütterer begann unser Rundweg am Restaurant  „Panorama“. Zuerst führte der Ulmer Höhenweg  in Böfingen durch ein Wohngebiet mit großen Gärten. Böfingen im Ulmer Osten ist erst 1960  sozusagen auf dem Reißbrett entstanden, als nach dem Krieg dringend Wohnraum für Einheimische und Vertriebene benötigt wurde.Wir durchquerten dann das ganz im Grünen liegende Schulzentrum von Friedrich von Bodelschwingh– und  Gustav- Werner-Schule. Die Verwaltung dieser weitläufigen Schulanlage für Geistig- und Körperbehinderte sitzt im „ Böfinger Schlössle“. Das Schlössle wurde vor 450 Jahren von dem Ulmer Patrizier Löw erbaut. ( Nicht zu verwechseln mit Jogi Löw !)

Unterhalb des Schlösschens beginnt der Böfinger Stadtwald.Ein romantischer, heller Laubwald mit vielen Pflanzen- Hinweisschildern und einer prächtigen Ausruhebank.

Auf gepflegten Waldwegen, noch etwas regenfeucht, kamen wir zurück zum Ausgangspunkt.

Die Einkehr im sehr empfehlenswerten Restaurant „ Panorama“  in der Böfinger Kleingartenanlage  war der Schlusspunkt unserer kleinen, aber feinen Wanderung.

Bericht: Dorle Schmid
Bilder: Brigitte Müller, Peter Kolb, Manfred Strauß

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Überschreitung des Sorgschrofen

Wiederum war das Wetterglück mit der Seniorengruppe der Ortsgruppe Laupheim. Eine Föhnlage am Alpenrand ließ einen schönen Bergtag erwarten.
Kurz nach 10 Uhr startete die 12-köpfige Gruppe am Parkplatz in Unterjoch. Auf schmalen Teersträßchen  führte der Weg hinauf zum Zehrerhof. Ab hier ließen wir den Asphalt hinter uns, und auf schmalem Bergweg,über Stock und Stein,  sowie viele Wurzeln  ging es hinauf zum Grat. Je höher wir kamen, desto besser wurden das Wetter und die Aussicht. Das Tannheimer Tal mit seinen bekannten Bergen lag uns zu Füßen.
Der Gratweg führte uns nun als erstes zum „Zinken“, einer ausgesetzten Graterhebung, die nur von einem Teil der Gruppe bestiegen wurde. Ein Durchschlupf durch einen Gratfelsen war für den Rest der Gruppe das erste Abenteuer und verlangte einiges an Kletterkunst. Im steten Auf und Ab erreichte man die Gipfelregion, wo zuletzt gute Versicherungenmit Drahtseilen durch felsiges Gelände zum Gipfelkreuz (1661 m) hinaufführten. Die Föhnwetterlage bot eine grandiose Rundumsicht, die alle zutiefst beeindruckte.
Da der Föhnwind doch sehr stark war, machte man sich bald an den Abstieg Richtung Jungholz. Zuerst über ausgesetzte Gratstellen, danach über eine felsige Flanke, alles gut versichert mit neuen Drahtseilen, führte der Abstieg hinunter in leichteres Gehgelände. Nur noch der pitschnasse Weg „schlechtes Wetter in den Vortagen“ bereitete etwas Schwierigkeiten. Schließlich wurden die obersten Liftanlagen des Jungholzer Skigebietes erreicht und kurz danach auch die Almhütte vom sogenannten „Älpele“.  Auf der Terasse, die sogar noch möbliert war, verbrachte man eine 30-minütige Pause bei bestem Wetter und angenehmen Temperaturen.
Nach einstündigem Marsch auf moderaten Wanderwegen erreichte man um 15.30 Uhr den Ausgangspunkt in Unterjoch, die letzten 100 Meter noch im Regen. Mit einer Schlusseinkehr in einem Bäckereicafé in Nesselwang ließ man die schöne, interessante Bergtour ausklingen.

Bericht: Siggi Wehrle
Bilder: Wolfgang Mock

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Hossingen HochAlpPfad

Wieder einmal klappte der Pakt zwischen den Laupheimer Senioren und dem Wettergott, denn ein kurzes Hoch zwischen zwei Regenfronten bescherte den 18 Teilnehmern der Wanderung auf der Zollernalb ideales Wanderwetter bei angenehmen Temperaturen und leicht bewölktem Himmel.
Ausgangspunkt für die Tour auf dem HochAlpPfad war Hossingen, ein Stadtteil von Meßstetten. Nach kurzem Spaziergang durch den Ort wurde die „Hossinger Leiter“ erreicht. Nur über diese früher hölzernen, in eine Schlucht hinunter führenden Leitern erreichten die Bewohner des Ortes die Zollernalbbahn in Lautlingen. Heute besteht sie aus komfortableren Treppen und Stegen für die Wanderer.
Nach einem kurzen Blick in die Schlucht ging es knackig bergauf zum Känzele und durch Wald in Richtung Heimberg. Vorbei am Wanderparkplatz spazierte man hoch über dem Eyachtal zur „Schanze“ und weiter zum Gräbelesberg. Er ist perfekt für eine Burg, was sich schon vor mehr als zweitausend Jahren die Kelten gedacht hatten. Die Überreste von weitläufigen Wällen und den vorgelagerten „Gräbele“ sind noch heute erkennbar. Von hier oben bot sich eine tolle Aussicht zum Schwarzwald und über die Filderhochfläche.
Wieder am Trauf entlang durchquerte man den „Höllwald“, konnte die Sicht auf das Tieringer Hörnle genießen, machte einen kurzen Abstecher zum Spitzfelsen mit Blick ins Bäratal und stieg steil hinauf auf den Baienberg. Nach einer kurzen Rast ging es am Waldrand entlang nach Michelfeld mit seinen Reiterhöfen und über weite Wiesen zu einer Vesperinsel, die nochmals zu einer Pause einlud.
Durch den Wald erreichte man die „Hossinger Burg“, die Ruine einer alten Wehranlage, die im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde. Wo sich früher die Zugbrücke befand, liegt heute ein eiserner Steg.
Jetzt war es nicht mehr weit zurück nach Hossingen, von wo nach kurzer Fahrt die neu renovierte und bestens bewirtschaftete „Traufganghütte Brunnental“ erreicht wurde. Hier stärkte man sich mit Kaffee und Zwetchgenkuchen, bevor man mit den ersten Regentropfen die Heimfahrt antrat.

Bericht + Bilder: Konne

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Wanderungen im Elbsandsteingebirge

Sonntag, 22.9.

dav

Nach Ankunft in Thürmsdorf am Nachmittag Wanderung zum kleinen Bärenstein, weiter zu den Eulensteinen und Abstieg zur Elbe nach Strand.

Montag, 23.9.

Bei schönstem Wetter Wanderung nach Wehlen über Naundorf, Überfahrt mit der Fähre nach Stadt Wehlen. Aufstieg zum steinernen Tisch, weiter zur Basteiaussicht, Abstieg nach Rathen, Überfahrt mit der Gierseilfähre, Aufstieg zum Rauenstein, nach der Kaffeepause im Gipfelrestaurant zurück nach Thürmsdorf.

Dienstag 24.9:

Fahrt nach Porschdorf im Polenztal, von hier Aufstieg zur Brandaussicht, Weiterweg auf dem Malerweg vorbei an Diebskeller und Gautschgrotte nach Hohnstein. Nach der Mittagspause im Zentrum Abstieg ins Polenztal und Rückwanderung nach Porschdorf.

Mittwoch 25.9.:

Zusammen mit Bergfreund Bernd Zimmermann und seiner Frau Christine, beide aus Dresden gemeinsame Fahrt ins Kirnitschtal. Aufstieg durch den Nassen Grund und auf einem Gratweg durch die Affensteine bis zur Aussicht in den Schmilkaer Kessel (leider Nebel). Weiterweg zum Frienstein und auf ausgesetzten Wegen zur Idagrotte, ein herrlicher Platz für die Mittagspause. Der Höhepunkt am Nachmittag waren die Begehung der Häntzchelstiege und der Gratweg zum Carolafelsen. Von hier Abstieg durch die Wilde Hölle zum Nassen Grund und weiter zum Ausgangspunkt. Abschlußeinkehr in der Ostrauer Mühle. Dank an Bernd Zimmermann für die nichtalltägliche Route.

Donnerstag26.9:

Fahrt mit der Bahn nach Dresden und Stadtbesichtigung.

 Freitag 27.9.:

Fahrt ins Bielatal, vom Parkplatz Schweitzermühle Rundwanderung über Sachsenstein und Bennohöhle zur bizarren Felsenwelt bei den Herkuleskeulen. Nach der Mittagspause inmitten der Felsen Rückweg zum Ausgangspunkt. Danach Fahrt nach Pfaffendorf und Aufstieg zum Pfaffenstein durchs Nadelöhr zur berühmten Felsnadel der Barbarine. Abstieg auf dem Normalweg zur Gaststätte am Parkplatz mit Schlusseinkehr.

 Samstag 28.9. :

Fahrt nach Königstein, Überfahrt mit der Fähre nach Halbestadt, von dort Aufstieg zum Lilienstein über den Südanstieg zum Westgipfel. Von hier beste Aussicht über das gesamte Gebiet. Abstieg auf der Nordseite und Rückweg nach Halbestadt, dort Schlusseinkehr im Biohof Steingut.(sehr orginelll). Überfahrt mit der Fähre nach Königstein. Rückfahrt nach Laupheim ohne Stau.

Bericht: Siggi Wehrle

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Wildspitze und Fluchtkogel

Die angenehm späte Startzeit um 9:30 Uhr in Illertissen wurde hart bestraft: Stau, Stau und nochmal Stau. Nach 5 (!) Stunden haben wir unser Ziel erreicht: Vent im Ötztal, genauer die Rofenhöfe (2.011 m). Einen Teil der verlorenen Zeit haben wir im Aufstieg zur Breslauer Hütte (2.844 m) wieder wettgemacht … Nach dem Abendessen haben wir uns bis zum Einbruch der Dunkelheit mit den Kletterrouten beschäftigt, die an der Stirnseite der Hütte geschraubt waren.

Montag:
Beim Aufbruch um 6:30 Uhr konnten die Stirnlampen schon im Rucksack bleiben, denn der Mond stand noch hoch und gab sein Bestes, um unseren Weg zu beleuchten. Kurz vor dem Klettersteig, der seit wenigen Jahren ins Mitterkarjoch (3.468 m) leitet, kamen Gurte und Steigeisen zum Einsatz und so konnten auch die Blankeisstellen entspannt begangen werden. Der Klettersteig war nach einem etwas kräftigen Einstieg eine schöne Abwechslung auf dem Weg zur Wildspitze. Der Südwestgrat präsentierte sich ebenfalls mit Top-Bedingungen, sodass wir nach 3,5 Stunden auf dem Gipfel (3.770 m) standen. Der Genuss wurde einzig durch ein italienisches Pärchen getrübt, das sein Gipfelerlebnis mit einem Drohnenflug dokumentieren musste – Stille ist anders. Es ist nur zu hoffen, dass das nicht die Zukunft ist! So schnell der Aufstieg geschafft war, umso länger zog sich der Abstieg zur Vernagthütte (2.755 m). Den eh langen Gletscherhatsch über den Vernagtferner haben wir unfreiwillig verlängert, weil der in der Karte eingezeichnete Gletscherstand von 2002 nicht mehr ganz der Realität entsprach. Auch der ein oder andere Gegenanstieg war noch zu bewältigen, bevor wir schließlich die Hütte bzw. den Winterraum erreicht haben und uns je nach Gusto auf der Terrasse ausgestreckt oder eine erfrischendes Bad im kleinen Teich gegönnt haben. Nachdem wir trinkbares Wasser gefunden hatten, war die Versorgung gesichert und einem angenehmen Winterraumabend stand nichts mehr im Wege. Zwei weitere kleine Gruppen hatten die gleiche Idee, was praktisch war, denn so konnten bereits gekochte Spaghetti gegen Schinkenspeck getauscht werden.

Dienstag:
Den ursprünglichen Plan, die Besteigung der Hochvernagtspitze, haben wir einstimmig gecancelt; mit dem Abstieg nach Rofen plus Heimfahrt erschien uns die Tour eindeutig zu lang. Der neue Plan: Fluchtkogel (3.500 m). Das erwies sich als sehr gute Entscheidung – ein toller Aussichtsberg, einsam und still. Nach einer kurzen Kaffe-/Tee-Stärkung im Winterraum ging es weiter talwärts. Ein beeindruckend schöner Höhenweg, eingebettet in wunderbare Herbstfarben, leitete uns entlang der Rofenache hinab nach Rofen.

3 schöne Tage liegen hinter uns. Vielen Dank an Tobi für Planung und Durchführung – immer wieder eine Freude!

Bericht: Birgit Richter
Bilder: Tobias Vorwieger

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