Seniorenwanderung zur Zundelbacher Linde


Das Thermometer zeigte eine Temperatur um den Gefriepunkt an, als sich 15 Wanderer am Bahnhof Laupheim West trafen. In knapp 40 Minuten war mit dem Zug Ravensburg erreicht, wo die Umsteigezeit zum Bus in Richtung Schlier gut reichte. Bei der Station Albertshofen stiegen wir aus und starteten zu unserer Wanderung..
Vorbei an herrlich blühenden Apfelbäumen führte der Weg durch Albertshofen hinauf in ein Waldgebiet, wo wir am Einödweiher die erste kleine Pause an einem sonnigen, windgeschützten Platz machen konnten. Danach führte der Weg zum Barbarossastein, einem grossen Findling auf einem Hügel mitten im Buchenwald.
Einer alten Volkssage zufolge wurde Friedrich Barbarossa auf der Haslachburg über dem Lauratal geboren. Im Jahre 1907 wurde diese Legende von der Ortsgruppe Weingarten des Schwäbischen Albvereins aufgegriffen. Als 1909 genug Geld zusammen war, wurde ein riesiger Findling mit zehn Pferden vom Ort Vogt ins Lauratal an die Stelle gekarrt, an der früher die Haslachburg stand.
Nach kurzer Pause ging es auf Treppen hinunter ins Tal der Scherzach, von wo ein steiler Wanderweg hinauf nach Zundelbach führte. Schon von weitem konnte die Zundelbacher Linde auf dem höchsten Hügel in der Umgebung wahrgenommen werden, welche vom Gehöft Zundelbach auf einem Feldweg erreicht wurde. Ausgiebig wurde das Naturdenkmal bewundert und der Umfang mit 10 Wanderern ausgemessen. Die nahe Skihütte vom Skiclub Weingarten lud zur Mittagsrast ein, denn Im Außenbereich gab es genug Bänke und Sitzgelegenheiten dazu.
Im Südwesten sieht man von hier aus den Gehrenberg und den Höchsten. Im Süden die nahe Waldburg. Sicht auf die Alpen war uns leider nicht gegönnt.
Über einen Treppenweg erreichten wir den Weiler Schattbuch und von dort über ein Teersträßchen den Rößler Weiher. Ein Wiesenweg am Westufer führt von hier zum Beginn des stillen Baches. Er wurde im 11. Jauhrhundert von den Mönchen zur Wasserversorgung des Klosters Weingarten angelegt. Mit leichtem Gefälle fließt er von hier zu den Klosteranlagen. An seinem Ufer führte unsere Wanderung entlang durch herrlichen Buchenwald bis zum Freibad Nessenreben, dann leitete ein Wanderweg hinunter in die Stadt Weingarten direkt zur Basilika. Diese wurde noch von einigen besichtigt.
Im bestens geführten Martinus Klostercafè fand die Wanderung bei Kaffee und Kuchen ihren Ausklang.

Bericht: Siggi Wehrle
Bilder: Thea Fetscher-Hildenbrand

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