Wieder einmal hatten trotz zweifelhafter Prognose 13 Schneeschuhgeher Glück mit dem Wetter und meisterten eine Schneeschuhtour auf das Wertacher Hörnle, geführt von Rita Hagel.
Am Parkplatz in Obergschwend konnten wir gleich unsere Schneeschuhe anziehen, denn Schnee gab es in Fülle. Unser erstes Ziel war die Buchel-Alpe, und wir nahmen den Fahrweg, der relativ sanft bergauf führt. Genau richtig zum Aufwärmen. Wir genossen romantische Waldabschnitte und die klare Luft. Die Berggipfel waren noch nebelverhangen. An der so früh am Morgen einsamen Buchel-Alpe legten wir eine Trinkpause ein, und ein defekter Schneeschuh wurde repariert.
Danach folgten wir dem Weg bei der Alpe aufwärts, der schließlich in den Wald hinein führt. Ab und zu mussten wir zur Seite gehen, weil Skifahrer von oben kamen. Nach Verlassen des Waldes ging es eine Stunde sehr steil hoch über einen Bergrücken mit recht hohem, schweren Schnee, der uns immer wieder einsinken ließ und auch gelegentlich zu Minipausen zwang. Aber endlich erreichten wir den Vorgipfel, dessen Aussicht für alles entschädigte, zumal jetzt auch die Sonne sich zeigte. Wir legten eine Mittagspause im Stehen ein und erfreuten uns am wunderschönen Panorama – von den Allgäuer Voralpen, den Bergen des Tannheimer Tals bis nach Voralberg und in die Schweiz.
Wir sahen den Grat zum Gipfel direkt vor uns, der nur elf Meter höher liegt als der Vorgipfel und nur 20 Minuten entfernt ist. Aber wegen der aktuellen Lawinenlage beschloss Rita, auf die Begehung zu verzichten, und niemand hatte Einwände, zumal das vor uns liegende phantastische Panorama nicht zu toppen war.
Der Abstieg führte nun steil den breiten Rücken hinunter. Wir kämpften mit den vielen Schneelöchern und suchten individuelle Wege. Die Schlusseinkehr zurück in der Buchelalpe lockte, und als wir dort ankamen, war es inzwischen so warm und sonnig, dass wir uns im Freien Kaffee und Kuchen schmecken ließen.
Es war eine grandiose Tour geworden, bei der etwas Kondition war erforderlich war. Der Schnee, das Wetter, die Aussicht und natürlich unsere gutgelaunte Gruppe mit Rita haben gut gepasst.
Bericht und Bilder: Thea Fetscher-Hildenbrand