Aus dem völlig schneelosen Laupheim fuhren acht auf Schnee hoffende Wanderinnen ins Allgäu. Die Landschaft wurde mit zunehmender Entfernung immer weißer, und bei der Ankunft in Diepolz blieb bezüglich Schneemenge kein Wunsch mehr offen. Eine hohe weiße Pracht bedeckte den Boden.
Rita Hagel führte uns gleich einen steilen Hang hinauf, natürlich ohne Spuren vorheriger Wanderer, was an diesem abwechslungsreichen Tag immer wieder der Fall sein sollte. Es ging ganz zauberhaft am Waldrand entlang, durch vom Schnee bedeckte herabhängende Äste riesiger Tannen. Bald gelangten wir in den Wald, dessen himmelhohe Bäume an Kathedralen denken ließen.
Unser Weg erreichte nun auf die offene Fläche, und unter uns breitete sich Niedersonthofen mit seinem See aus. Der tiefe Neuschnee war schwer, bildete Stollen und zehrte beim anschließenden Aufstieg an den Kräften. Es schneite immer wieder leicht und der kalte Wind nahm zu. Auf dem Kamm des Berges angelangt, ging es noch ein paar Mal auf und ab, dann tauchte im Nebel der Turm „Alpkönig“ auf. Wir stiegen die Treppen hoch, und obwohl keinerlei Sicht des normalerweise phantastischen Panoramas möglich war, hatten wir auf den Treppenstufen im Inneren wenigstens ein warmes, windgeschütztes Plätzchen für die Mittagspause.
Der Abstieg erfolgte querfeldein, steil hinunter im tiefen Schnee. Die Sonne kam heraus und beschien nicht nur uns, sondern auch die Allgäuer Bergkette, was unser Glück noch steigerte.
Beim Verlassen der Autos zur Einkehr in Stiefenhofen überraschte uns ein richtiger Schneesturm, so dass wir innerhalb einer halben Minute noch ziemlich nass wurden.Umso mehr genossen wir Kaffee und Kuchen und waren rundum zufrieden.
Bericht + Bilder: Thea Fetscher-Hildenbrand