Bei Nacht und Nebel, morgens um 6 Uhr, soll unser Abenteuer beginnen. Trotz mäßiger Aussichten auf Schnee und einer etwas angespannten Lawinenlage wagen wir uns auf den Wegs ins Lechtal wo wir fünf Teilnehmer mit Flora und Konsti als Führer unser Glück für eine Skitour versuchen wollen.
Los geht es nach einem schnellen LVS-Check von Gramais aus ein kleines Stück zu Fuß und dann auf den Ski weiter entlang eines Forstwegs bergan. Nach Überquerung des Roßkarbachs betreten wir weitläufigeres Gelände und die immer besser werdende Sicht und Schneeverhältnisse lassen uns ahnen, dass der Tag vielleicht doch noch so manche Überraschungen für uns bereithalten könnte.
Auch zum Üben unserer Spitzkehren haben wir im weiteren Verlauf der Tour reichlich Gelegenheiten, denn es wird zunehmend steiler, aber je höher wir kommen, desto besser wird von Höhenmeter zu Höhenmeter auch der Schnee.
Nach ca. dreieinhalb Stunden Gehzeit und 1100 Höhenmetern erreichen wir unser Ziel, den Gipfel „im Sattel“. Hier können wir ein wundervolles Bergpanorama über die Lechtaler Alpen bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein genießen.
Und von jetzt an wird es nur noch besser. Beim Abfahren haben wir die Möglichkeit, unsere Spuren im Schnee zu ziehen womit so niemand gerechnet hatte. Gegen Ende der Tour muss man dann doch nochmal ein wenig achtgeben, keine Steine mitzunehmen, aber alles in allem hätte wohl niemand von uns gedacht, heute noch zu so viel Abfahrvergnügen zu kommen.
Zum Abschluss gibt es noch flott Kaffee und Kuchen, wobei wir uns alle einig sind, dass unter diesen schwierigen Bedingungen eine so tolle Tour zu führen wirklich eine Meisterleistung ist.