Tag 1
3. Januar
Um 6 Uhr trafen wir uns am RockSports in Laupheim, kamen aber erst um kurz vor sieben los, da noch ein Sitz ins Auto musste, sodass alle in ein Auto passten. Dann ging es los nach Ischgl. Leider gab es Stau auf den Straßen, und nachdem wir dann durch Ischgl zu den Pisten gelaufen waren, standen wir um ca. 14:30 Uhr endlich auf den Ski. Der Weg zur Hütte führt durch das Fimbatal. Er ist recht flach und es dauert (nicht nur gefühlt) eine Ewigkeit, bis man nach 14 km endlich an der Hütte ankommt. Wir kamen in die Nacht und schafften es geradeso noch pünktlich zum Abendessen.
Tag 2
4. Januar
Heute war unser Ziel der Piz Davo Lais (3027 m). Um halb neun kamen wir endlich los. Es war eiskalt an diesem Morgen. Das Thermometer zeigte -26 °C (mit Windchill). Der Weg führte flach durch das letzte Stück des Fimbatals und bogt dann links ab, wo wir dann auch die ersten Höhenmeter sammelten. Da der Schnee sehr hart und verblasen war, legten wir Harscheisen an. Als wir das erste Mal an diesem Tag Sonne ins Gesicht bekamen, machten wir eine etwas längere Pause, weil es davor viel zu kalt war um länger stehen zu bleiben. Die Route steuerte auf einen Sattel zu aber bevor man ihn erreichten, gingen wir links in den Gipfelhang und nach ein paar Spitzkehren standen wir dann auf dem überschaubaren Gipfel. Gegen 14:45 Uhr waren wir alle oben. Abfahren kann man auf der Aufstiegsspur oder durch den steilen Nordhang. Wir wählten die Spur entlang des Aufstiegswegs und konnten viele Schwünge in tollem Schnee hinterlassen.
Tag 3
5. Januar
Nachdem wir unsere Rucksäcke gepackt, beim gefrühstückt hatten und endlich alle bereit waren, liefen wir um kurz nach acht in Richtung Heidelberger Spitze (2965m). Die erste Pause verbanden wir mit einer kurzen Einheit zum Beurteilen der Lawinensituation – selbstverständlich in der Sonne. Von Anfang an machten wir Höhenmeter gemacht und kamen deshalb gut voran. Vor dem felsigen Gipfelaufbau machten wir ein Skidepot und kraxelten mit Pickel aber ohne Steigeisen durch die Felsen Richtung Gipfel. Das steile Gelände verlangte Konzentration und Trittsicherheit. Um ca. 11:45 Uhr waren wir auf dem Gipfel. Von der Hütte aus waren es ungefähr 700 hm. Alle kamen gut obenan, und nach einem schnellen Gipfelfoto stiegen wir wieder zu den Ski an der Scharte ab, wo wir eine kurze Pause machten, bevor wir dann die Abfahrt auf den weiten Hängen genossen.
Anscheinend hatten wir noch nicht genug und so fellten alle außer Hannah und Timo nochmal auf und stiegen zur Lareinfernerspitze (3009m) auf. Auch dort liefen wir das letzte kurze Stück zum Gipfel ohne Ski . Es war sehr kalt also fuhren wir zügig wieder ab und konnten teilweise sehr guten Schnee genießen. Wieder auf der Hütte warteten alle auf das gute Abendessen, und nach einer kurzen Tourenplanung für den letzten Tag ging es ab ins Bett.
Tag 4
6. Januar
Nach dem letzten Frühstück unseres Aufenthalts erreichten wir nach ca 500 hm und einer etwas missglückten Wegfindung um ca. 10:50 Uhr den Piz Val Gronda (2.812m) . Die Temperatur an diesem Tag lag bei gefühlten -22°C.
Wir fuhren über eine Variantenabfahrt ins Skigebiet von Ischgl. Auf der nordseitigen Abfahrt waren der Schnee sehr hart gefroren, dagegen waren die Verhältnisse auf der Piste erstaunlich gut.
Nach einem schönen und sehr kalten Wochenende kamen wir alle wieder gut zu Hause an.
Bericht + Bilder: Teilnehmer