Bei optimalen Wetterbedingungen machten sich 21 Bergfreunde auf den Weg ins Allgäu. Nachdem die Umleitungen auf der Fahrstrecke bewältigt waren, konnte in Sulzberg bei Kempten ihre Wanderung auf dem Heinrichweg No. 1 starten.
Der Heinrichweg führt in zwei Routen mit jeweils 10,5 km an geschichtlichen Höhepunkten vorbei, wie die bedeutendste Jod- und Heilquelle des Allgäus, die Wildbanngrenze oder die größte Burgruine im Oberallgäu. Zahlreiche Informationstafeln erläutern dabei Ereignisse und Plätze der Geschichte von Sulzberg.
Vom Rathaus in Sulzberg folgte die Gruppe dem schmalen Sträßchen nach Aleuthen, von wo ein kräftiger Anstieg hinauf nach Oberminderdorf führte. Hier konnten die Wanderer den Ausblick über das Illertal zur Adelegg genießen, bevor es durch den Wald in Richtung Sulzbrunn weiterging.
Sulzbrunn war von 1850 bis zum Zweiten Weltkrieg ein bedeutendes Kurbad mit jodhaltigen Quellen. Es wird heute von einem ökologischen Mehrfamilenprojekt mit Seminarbetrieb bewohnt.
Vorbei an der ehemaligen Jodquelle führte der Weg hinauf zum Birkenhof und weiter zum Aussichtspunkt Korreite mit Panoramatafeln. Hier kann man ca. 150 Berggipfel von den Ammergauer Alpen bis zum Säntis bewundern. Natürlich war das der ideale Platz für die Mittagspause.
Nach Durchquerung einer Viehweide – „Achtung Stier“ – und vorbei am höchsten Punkt der Gemeinde Sulzberg (953 m) war es nicht mehr weit zur Marienkapelle Waxenegg. Diese thront hoch über Sulzberg und bietet nochmals eine fantastische Sicht auf Sulzberger See, Kempten, Blender und zur Adelegg. Hier war natürlich nochmals eine Pause angesagt, bevor der steile Pfad hinunter nach Eulen und durch den Reisachtobel zurück nach Sulzberg führte.
Bericht: Konne
Bilder: Teilnehmer