Skitouren im Valser- und Schmirntal


Freitag, 07.03.2025

Mit der Doppelspitze als Tourenführer, Michael und Theo, machten sich zunächst fünf und später sechs Skitourenbegeisterte auf den Weg Richtung Brenner.
Dort angekommen wurden sofort die Skier entladen und der Aufstieg vom Gasthaus Steckholzer zum Padauner Berg (2230m) und anschließend zur Vennspitze (2390m) begonnen. Die beiden Gipfel eignen sich hervorragend als Eingehtour, da die konditionellen und skitechnischen Anforderungen mittelmäßig sind und die Gruppe somit auf die herausfordernde Tour am Folgetag hervorragend einstimmten.
Das traumhafte Wetter in Verbindung mit der atemberaubenden Kulisse machten den Aufstieg zu einem wahren Genuss. Aufgrund der Bekanntheit der Tour waren wir nie alleine unterwegs, was den Genuss jedoch nicht schmälerte. Die anschließende Abfahrt, war aufgrund der gerade noch ausreichenden Schneedecke teilweise harte Arbeit.
Auf der Terrasse des Gasthauses Steckholzer verweilten wir in der nachmittäglichen Sonne, bei einem Getränk, wobei wir auf bekannte Mitglieder der Dortmunder DAV-Sektion trafen. Am Gasthof Olpererblick (unserem Stützpunkt für die nächsten Tage) genossen wir noch ein vorzügliches Abendessen und schlossen den Abend mit einem Memory Spiel zu den Themenbereichen Schneekristalle, Wetter und Schneedecke ab.

Samstag, 08.03.2025
Am Samstag war der Plan, die Hohe Warte (2687m) oder wie ihn die Einheimischen nennen „Hogerspitze“ zu besteigen. Der Gipfel fällt, wenn man in das Wildlahnertal eingelaufen ist, als richtig steiler Zahn sofort ins Auge. Unterhalb des Gipfels locken steile und bei guten Bedingungen perfekte Skihänge. Diese galt es jedoch erst zu erklimmen, was den Einsatz der Harscheisen notwendig machte, dies gab allen Teilnehmern zusätzliche Sicherheit beim Aufstieg.
Am Grat angekommen entschieden Michael und Theo den Gipfel sofort in Angriff zu nehmen. Im wesentlichen hielten wir uns dabei auf der Südseite, die in einem Wechselspiel von Schneefeldern, teils vereist, und einem grasigen Pfad mit einem atemberaubendem Blick auf die umliegenden Berge zum Gipfelkreuz führte. Aufgrund des kalten und stürmischen Windes, machten wir uns zeitnah wieder an den Abstieg, der aufgrund der guten Bedingungen gut zu meistern war. Dies war natürlich auch der umsichtigen Führung von Michael und Theo zu verdanken, die immer ein sorgfältiges Auge auf die ihnen anvertraute Gruppe hatten.
Die Abfahrt in den perfekten Skihängen war aufgrund der wechselnden Schneeverhältnisse leider nicht durchgängig ein absoluter Genuss. Dieser Umstand tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch, und wir ließen den Abend bei einem erneut leckerem Abendessen mit vielen tollen Eindrücken ausklingen.

Sonntag, 09.03.2025
Für den Abreisetag hatten Michael und Theo sich für die Kleegrubenscharte (2480 m), eine ideale, halbtägige spritzige Ski-Tour entschieden. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Auto nach Kasern, folgten wir dem Weg in den frostigen, schattigen Kaserer Winkel, der uns zunächst in einem sanften Anstieg bis zum Talende führte. Nach überwinden eines kurzen Steilaufstieges, gelangten wir in das sonnenbeschienene Kar der Kleegrube. Der weitere Weg in die Scharte war aufgrund der Sonneneinstrahlung ein wahrer Genuss, der schon einen Vorgeschmack auf die spätere Abfahrt erwarten ließ. Wie sich dann tatsächlich zeigte, sollte dies unsere schönste Abfahrt mit teilweise sehr gutem Schnee werden. Am Auto angekommen gab es nur strahlende und glückliche Gesichter und wir begaben uns beschwingt und voller Euphorie auf die Heimfahrt.

Somit gingen wieder einmal unvergessliche Skitourentage zu Ende. Zuletzt gilt unser Dank unseren Skitourenführern Michael und Theo, die wieder einmal in vorbildlicher Weise das Leistungsvermögen der Gruppe analysiert haben und darauf die Touren exakt abgestimmt haben. 

Bericht: Jürgen Baur
Bilder: Teilnehmer

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