Frühmorgens am (Wahl-)Sonntag fuhren elf Bergfreunde ins Ostertal bei Gunzesried, um unter der Führung von Rita Hagel das Rangiswanger Horn zu besteigen. Geparkt wurde bei der Buhl’s Alpe, da die Schlusseinkehr in diesem Berggasthof stattfinden sollte.
Die erste Stunde konnten wir die Schneeschuhe noch nicht anschnallen, da Schnee entweder nicht vorhanden oder zu wenig war. Zuerst ging es bis zum Einstieg ein kurzes Stück zurück auf der Straße. Nach gut 1,5 km war die Alpe Holzschlag erreicht und kurze Zeit später, auf dem Weg zur Oberalpe, zogen wir die Schneeschuhe an. Allerdings mussten wir sie im Laufe der Wanderung mehrmals wieder ausziehen und anziehen, da immer wieder schneelose Wegstrecken, vor allem in den Waldabschnitten, auftauchten. Weglose Hangquerungen und Wassergräben sorgten dazwischen für abenteuerliche Abwechslung.
Nach der Oberalpe bogen wir links ab und stiegen weiter hoch zur Rangiswanger Alpe und zum Sattel zwischen Weiherkopf und Rangiswanger Horn. Vom Sattel blickten wir aus der Vogelperspektive auf Sonthofen, romantisch umhüllt von Nebelschwaden. Ab jetzt ging es steil hinauf zum Gipfelkreuz des Rangiswanger Horns, das nach einer guten Viertelstunde erreicht war.
Oben zog zunehmend Nebel auf und verhinderte leider den Panoramablick auf IIlertal, Sonnenköpfe und den Allgäuer Hauptalpenkamm. Unsere gute Laune blieb trotzdem, und wir vesperten auf 1616 m Höhe im Nebel.
Der Abstieg erfolgte auf dem gleichen Weg wie der Aufstieg, und es wurde wieder heller. In der gastfreundlichen Buhl’s Alpe ließen wir uns die herrlichen Kuchen schmecken.
Bericht + Bilder: Thea Fetscher-Hildenbrand